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Die „Weiße Feige des Cilento“

Copyright Antonio Nuvoli
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Im August beginnt sie wieder – die Ernte der weißen Feigen auf dem Gebiet des Nationalpark Cilento. In getrockneter Form werden sie auch „das Brot der armen Leute“ genannt, denn sie dienten den Bauern und Hirten auf den Feldern einst als Brotersatz. Heute sind die getrockneten Feigen, die traditionell mit Mandeln oder Nüssen gefüllt werden, eine geschätzte Delikatesse – in Italien und darüber hinaus.

Diese Früchte gibt es tatsächlich nur in der Region, nach der sie auch benannt sind: die „fichi bianchi del Cilento“! Die über die Grenzen des Landes bekannten und überaus beliebten weißen Feigen sind definitiv etwas Besonderes. Sie sind deutlich kleiner, zarter und süßer als ihre Artverwandten aus der Türkei. Darüber hinaus haben sie eine feinere, gelblich grüne Schale sowie ein zartes, helles Fruchtfleisch mit winzigen Kernen.

Aufgrund ihrer herausragenden und ganz speziellen Eigenschaften trägt die Weiße Feige sogar ganz offiziell den Titel als Produkt mit DOP, ausgeschrieben „denominazione di origine protetta“, was übersetzt so viel wie „geschützte Ursprungsbezeichnung“ bedeutet.

Spezialität des Cilento: getrockenete weiße Feigen
Spezialität des Cilento: getrockenete weiße Feigen.
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Antonio Nuvoli

Anbau und Ernte der Weißen Feige des Cilento

Die Cilento-Feige wächst auf kleinen Bäumen, die in der gesamten Region gedeihen. Diese Feigenbäume sind theoretisch überaus genügsam, brauchen keine besondere Erde und geben sich auch mit wenig Wasser zufrieden. Ideale Voraussetzungen für deren Anbau herrschen allerdings auf den grünen Hügeln des Nationalparks mit ihrem stark mineralhaltigen Boden.

Ein großer Teil der cilentanischen Gemeinden beschäftigt sich deshalb intensiv mit der Kultivierung der Weißen Feigen, sodass knapp ein Drittel der gesamten Feigenproduktion Italiens aus genau dieser Gegend stammt. Es ist somit keineswegs verwunderlich, dass die Früchte mittlerweile fast zu einer Art Wahrzeichen des Cilento avanciert sind. Während sie zu früheren Zeiten in rauen Mengen vorhanden waren und dadurch vor allem ärmeren Leuten als Grundnahrungsmittel dienten, gelten Sie heute eher als exklusive Delikatesse. Dabei liegt der Fokus in erster Linie auf Qualität und nicht mehr auf Quantität.

Die Ernte der Feigen erfolgt normalerweise im Spätsommer, sobald der Reifeprozess weit genug fortgeschritten ist. Direkt im Anschluss wird ein Großteil der frisch geernteten Feigen konserviert, indem man die Früchte unter der sommerlichen Sonne trocknen lässt.

Die weitere Verarbeitung der Weißen Feigen

Typischerweise werden also die meisten Weißen Feigen zu Trockenfrüchten verarbeitet.
Es gibt sie seitdem in verschiedenen Formen: „Steccati“, d.h. auf zwei parallel liegenden Holzstäbchen aufgespießt. Oder gefüllt mit Mandeln, Walnüssen, Haselnüssen, fein geriebenen Schalen von Zitrusfrüchten, Wildfenchelsamen, überzogen mit Schokolade oder in Rum eingelegt.

Feigen an Weihnachten: typisch italienisch!

Aufgrund der vielfältigen Zubereitungsarten sind die Weißen Feigen gerade in der Vorweihnachtszeit sehr beliebt und dienen in Süditalien als Nasch-Alternative zu weihnachtlichem Gebäck und Keksen.

Darüber hinaus werden die frischen Feigen auch zu Marmelade verarbeitet oder in Sirup eingelegt und so als Beilage zu Käse gereicht. Aber was diese Leckereien ausmacht, ist nicht nur ihr einzigartiger Geschmack – sie sind außerdem auch noch richtig gesund!

Über Cilentano – Natürlich Süditalien!

Für uns von Cilentano steht Süditalien für mehr als nur Urlaub, Reisen und Meer. Es verkörpert vielmehr eine Lebensart, in der die authentische und durch und durch traditionell geprägte Küche des Mezzogiorno eine tragende Rolle einnimmt. Der Wissenschaftler und Anthropologe Ancel Keys hat dafür den Begriff „Dieta Mediterranea“ geschaffen. Bei der Mittelmeerdiät geht es jedoch nicht ausschließlich um den Speiseplan der Süditaliener, von denen außergewöhnlich viele das biblische Alter von 100 Jahren erreichen. Es geht um Lebensart, soziales Gefüge und viele weitere kleine Details, die bis heute in zwei wissenschaftlichen Zentren im Cilento erforscht werden.

Auf unseren regelmäßigen Reisen in den Süden Italiens blieb uns all das nicht lange verborgen. Wir trafen zudem immer wieder auf Olivenbauer, Fischer, Köche, Winzer und lernten junge und alte Manufakturen kennen. Aus diesen Begegnungen und aus dem positiven Feedback unserer Gäste zur Küche Süditaliens entstand 2015 die Idee unseres Cilentano Bio&Slow Online-Shops (www.cilentano.de). Wir möchten den einzigartigen Geschmack und die Traditionen des authentischen Süditaliens nach Hause bringen.

Angefangen hatte bereits zuvor alles mit dem Verkauf des Bio-Olivenöls der Cooperativa Nuovo Cilento, die seit über 40 Jahre Bio-Geschichte in Italien schreibt. Als Pionier auf dem Gebiet des Bio-Olivenanbaus liefert sie sogar den Rohstoff für die „grüne“ Kosmetik des britischen Body Shops. Inzwischen bereichern weitere, teils prämierte Olivenöle aus dem Cilento, Sizilien und Kalabrien unser Shop-Sortiment.

Bei der Auswahl der Produkte legen wir großen Wert auf ein persönliches Kennenlernen der Betriebe und der Produktionsbedingungen vor Ort. Wir setzen zudem auf Qualität statt auf Quantität. Die Lebensmittel in unserem Shop werden traditionell von Hand hergestellt. Viele sind bio-zertifiziert, einige sind auch ein Presidio Slow Food. Das Presidio fördert und unterstützt die Hersteller in der Erhaltung alter, lokaler Herstellungsverfahren und Rezepte. Bekannte Beispiele dafür sind die Alici di Menaica aus Marina di Pisciotta, die Soppressata di Gioi oder der Ziegenkäse Cacioricotta.

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